Parodontitis

Zahnfleischbluten ist das erste Zeichen. Unbehandelt zieht sich das Zahnfleisch zurück, der Knochen schwindet, Zähne werden locker. Rechtzeitig erkannt, lässt sich das stoppen.

Behandlung

Befund

Taschentiefen messen, Röntgen: Wie weit ist der Knochen betroffen?

Mundhygiene

Beläge und Zahnstein oberhalb des Zahnfleischs entfernen — und Putztechnik anpassen.

Taschenreinigung

Die Wurzeloberflächen in den Taschen werden gereinigt und geglättet, bei Bedarf unter Betäubung.

Nachkontrolle

Nach sechs bis acht Wochen: Sind die Taschen flacher, blutet es noch?

Erhaltung

Alle drei bis vier Monate Kontrolle und Reinigung — das entscheidet über den Langzeiterfolg.

Warum das mehr als Zähne betrifft

Parodontitis ist eine chronische Entzündung — sie macht über Jahre keine Schmerzen und belastet trotzdem den Körper. Bakterien und Entzündungsstoffe gelangen in die Blutbahn; der Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Frühgeburten ist gut belegt.

Umgekehrt erschwert ein schlecht eingestellter Diabetes die Heilung des Zahnfleischs. Wer beides im Blick hat — Arzt und Zahnarzt — behandelt besser.

Häufige Fragen

Fragen zur Parodontitis

Ist Zahnfleischbluten normal?

Nein. Gesundes Zahnfleisch blutet nicht — Bluten beim Putzen ist das erste Zeichen einer Entzündung, und die ist in diesem Stadium oft noch vollständig umkehrbar.

Was ist Zahnstein und warum muss er weg?

Zahnstein ist Zahnbelag, der so lange liegen blieb, dass er mineralisiert und hart wurde. Er ist ein Bakterienherd — die Ursache von Zahnfleischentzündung, Karies und auf Dauer Zahnverlust. Keine Bürste entfernt ihn; die Mundhygiene schon.

Alle Fragen und Antworten

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